Alleinerziehend

Mich freut, dass die Autorin mit ihrem Buch einen weiteren eloquenten Vorstoß in die Medienwelt unternimmt (ja, Bücher zählen auch heute noch zu Medien). Allzuoft werden Alleinerziehende (in der Mehrzahl ja weiblich) als Totalversager dargestellt, speziell im Privatfernsehen, aber auch gerne in vermeintlich seriösen Formaten. Alleinerziehende sind aber so bunt wie die ganze Gesellschaft, nur am Ende des Tages meist zu müde, um für erforderliche gesellschaftliche Veränderungen „auf die Straße zu gehen“.

Traurig wegen Lustig

Und wir staunten natürlich über Peter Lustig selbst, in einem Bauwagen, mit Stuhltreppe! Ja, der hätte direkt bei uns hinterm Grundstück auf dem Crossweg, unserer Dorf-Schotterpiste, distelig, gefühlt abgelegen und gefühlt unbeobachtet, wohnen können. Nichts wäre selbstverständlicher gewesen, als ihn dort zu wissen, stets besuchbar und bereit, von unserer Kindergang mit den aufgeschrammten Knien vom BMX-Radfahren mit Fragen über alle möglichen Vorgänge gelöchert zu werden.
Glückliche Kindheit auf dem Land. Peter Lustig gehörte unbedingt dazu!

Rotz&Wasser, Perkele und mein erster Punk

Die Mädels und Jungs verköstigen daher beruhigt den einen oder anderen Korn, ich halte den Pegel mit reichlich Kaffee. In der Halle trommelt Phil das Schlagzeug für den Tonmischer ein, Heidi verzehrt mit Freundin Yaki warme Würste vom Büffet, Paul raucht und Zeller plaudert mit dem jungen Glück (aka uns). „Wir müssen um 3 Uhr morgens zu Hause sein, dann will der Hundesitter weg. Halt dir den Ferdy warm, das ist ein Guter! Hattet ihr eigentlich schon Geschlechtsverkehr?“ Er holt Luft, gleichbedeutend mit dem Warten auf eine Antwort. Oder ist es doch nur Luftholen? „Ich geh pissen.“ Weg ist er.
So schnell kann ich gar nicht reagieren.
Auf andere wirke ich ja immer sehr gelassen.

Blowing in the wind … Plastikmüll weht durch die Region H

Die Hotline war nicht zu erreichen.
Das Unternehmen litt angeblich unter den anhalten schlechten Witterungsbedingungen (die zum Auftragsbeginn Anfang des Jahres auch echt überraschend kamen), und die wenigen Fahrer, die sie haben, sind leider nicht in der Lage, die Straßen zu finden.
Einzelne Straßen, laut Unternehmensaussage, einzelne und nur gelegentlich.
Aber tatsächlich sind es allein rund um die Textscheune vier ganze Orte mit ca. rund 4500 Einwohnern, die „nicht gefunden wurden“.

Neue Nachbarn im Dorf

Wir diskutieren nicht über Weltreligionen und kritisieren nicht an irgendwelchen Regierungsstilen herum. Keine Zeit! Wir haben neue Nachbarn und packen das an.
ICH bin sehr froh, dass mein Dorf solche Aktionen stemmt! Das wünsche ich vielen anderen Orten in Europa auch!

Und im gleichen Atemzug sage ich laut und deutlich Richtung Stadtverwaltung: Danke! Mehr neue Nachbarn packen wir nicht. Es ist gut so, wie es ist! Wir würden die Profisozialarbeiter aber gerne bald persönlich begrüßen!

Der perfekte Tag

Freitag der 13. Deutschland kurz nach 10 Uhr, Frühstückchen, Rechner läuft. Die Tore der Textscheune stehen wieder offen, die Pause ist vorbei! Welche Pause? Pflegezeit. Auszeit. Trauerzeit. Zuwendung Zuwendung ist das beste, was Schwerkranke und Sterbende bekommen können. Nicht erst, wenn klar ist, dass keine Medizin mehr hilft. Zuwendung ist überhaupt das beste, was man geben kann. Kostet nichts, […]

Die kleine Lebensrettung

Neulich in der Mittagspause, „kurz“ in den Deister, Schreibtischpuls ein bisschen hochjagen. Wann immer es sich anbietet, genieße ich die frische Luft, die oft großartige Aussicht und die Natur im Jahreslauf. An dem unsagbar tollen Tag (und heißesten dieses Jahr) nahm ich einen anderen Rückweg, als geplant und trabte über festes Mineralgemisch. Hitze und Stille, nur […]