Geschafft: ich bin drin!*

*journalist, Ausgabe Mai 2015, S. 62 – 68, Blog Camp Lifestyle
Meine halbe Minute fame.

Damit ist ein großes, berufliches Ziel erreicht: der Abdruck im Branchenmagazin.
Nächstes Mal dann nicht nur als Foto-Background, sondern als gutes Beispiel mit Namensnennung. Meine restlichen viereinhalb Minuten fame.

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Ich (hinten in Rot) werde beim Ablichten von RA Thomas Stadler abgelichtet. Er informiert über rechtssichere Kennzeichnung bezahlter Beiträge in Blogs. Das Foto habe ich exakt so getwittert, man vergleiche die Handhaltung auf dem folgenden Foto.

Im März 2015 war ich also bei einem Camp für Lifestyleblogger.
Frage: Müssen Sie künftig etwas befürchten? (Außer einer minimal verstimmten Textscheunen-Mutter, die am 2. Tag des Camps einen höheren Geburtstag feierte und ein paar Stunden auf mich verzichten musste.)
Antwort: nein, nichts, überhaupt gar nichts! Weder wird diese kleine Rubrik in einen Foodblog umgewandelt (jeder weiß ja wohl, wie Müsli korrekt in eine Schale gefüllt wird, und mehr kann ich nicht kochen!), noch wird es hier demnächst um Mode gehen. (Tipp: morgens mal auf´s Außenthermometer schauen, dann ist klar, ob kurz- oder langärmelig angesagt ist. Mehr interessiert eine Pragmatikerin wie mich nicht.)

Hier wird es weiterhin einfach nur ab und an Einblicke hinter das große Scheunentor der Textscheune geben. Arbeitswelten, (Arbeits-) Themen, dies&das.

Das Camp wurde ausgerichtet vom journalist, wunderbarst organsisiert und garniert mit einer Corona kompetenter Referenten aus der Welt der (Lifestyle-) Blogs und allem, was noch in diesen Bereich der Blogosphäre gehört. Und dann war da noch ein namhafter Autokonzern aus Wolfsburg, der das Camp unterstützte, bitte selbst googeln.
Mit Verköstigung und Unterbringung, übrigens. Ich wiederhole: wunderbarst organisiert!

Worum ging es bei dem Camp (früher profan als „zweitägige Fortbildung“ bezeichnet)?

Im großen Ganzen um Journalisten, die in Deutschland bislang wenig bloggen. Mehr bloggen könnten. Immer öfter bloggen wollen. Wissen möchten, wie das technisch, inhaltlich und rechtssicher funktioniert. Um mögliche Themenfelder, in diesem Fall Lifestyle, oft mit besonderem Fokus auf Möbel, Mode oder Essen. Und natürlich auch um Profilierung verschiedener Teilnehmer und Veranstalter (weil das immer so ist) und letztlich auch um Networking.

Unter anderem folgende Fragen interessierten die Teilnehmer (und sicher noch viel mehr die verhinderten Teilnehmer, die noch nicht angefangen haben zu bloggen, denn die meisten der Anwesenden haben bereits Blogs):

Bloggen Journalisten ihre normalen, veröffentlichten Beiträge? Frisst das nicht nur Zeit? Wieviel kostet das? Kann man davon leben oder es als Einkommensquelle betrachten? Wie lange komme ich noch ohne den ganzen Social Media Quatsch aus? Wie bringe ich mein Blog nach vorne?
Wer ist auch da und was kann ich von ihr/ihm lernen? Und was kann ich dort einbringen?

Auszug der Themen und Referenten

  • Definition Lifestyleblog: Indre Zetsche m-i-ma.com
  • Geld verdienen mit Blogs: Conny Wagner von Scholz&Friends – die mit der Adam Opel Kampagne – seelenschmeichelei.blogspot.com
  • Starlet: Riccardo Simonetti fabulousricci.com – eine bewundernswert klare und zielgerichtete Person mit riesigem „hat-was-Faktor“!
  • Recherchekönig: Marcus Lindemann autorenwerk.de – gute Blogs werden mit guter Recherche einfach noch besser
  • Leben im vom Spiegel (jaha, klar!) ausgehenden Shitstorm: Christian Stromann  sternefresser.de
  • Deutschlands Bloggerin des Jahres: Isabell Bogdan wasmachendieda.de
  • Tools und Apps: Peter Jebsen sozialgeschnatter.wordpress.com
  • Kritische Stimme zur (fehlenden) Internetaffinität des deutschen Mittelstands: Gunnar Sohn ichsagmal.de
  • usw. usf.

Bloggen ist Social Media ist Auswerten

Die Auswertung der Veranstalter in den gängigsten sozialen Netzwerken hat ergeben: 30 Facebook-Posts, 1 Meerkat-Übetragung, 71 Tweets und 37 Backlinks. Die Auswertung muss zu einem ungünstigen Zeitpunkt erfolgt sein, allein meine Tweets mit dem Hashtag #bcl15 zählen vermutlich an die 171 (s. Screenshot), oder so. Ist halt nicht immer verlässlich, so eine Auswertung. Eines der Problemchen übrigens, wenn Kunden um Fakten bei der Auswertung ihrer an Sie outgesourcten Social Media Aktivitäten bitten. Kunden, denn einige Kollegen bloggen ja für andere, nicht (nur) für sich. Analoge Clippings habe ich nicht erlebt, waren die je vollständig? Kann mir das jemand sagen?

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Auswertung der Social Media Erwähnungen des #bcl15. Meines Erachtens viel zu mager, da stimmt irgendwas nicht.
#bcl15 Tweets von Textscheune, ein Auszug
Allein die Textscheune twitterte bestimmt 71 oder 171 (oder so) Tweets mit dem Hashtag #bcl15. Die Auswertung oben ist vermutlich unvollständig.

 

Fazit

Mehr als 30 sehr begeisterte Teilnehmer, denn auch die Referenten und Veranstalter lernten eine Menge. (Davon leben, sein komplettes Leben ins Netz zu stellen, Abmahnen ungenehmigt verbreiteter Filme und Beiträge aus dem eigenen Blog oder freier Aufträge – z.B. von quarkundso.de , Blogerfolg als ehrgeizige Einkommensperspektive – z.B. mymoneymind.de , Ultraschnelllebigkeit von Social Network Tools – Meerkat vs. Periscope – beide ermöglichen Liveschalten auf Twitter, usw. usf.)

Es gibt eine bunte Zahl an Nachlesen und Zusammenfassungen, eine übersichtliche hat Peter Jebsen hat hier festgehalten. Viel Verngügen beim Stöbern in den Eindrücken einer sehr informativen, nützlichen und lustigen Veranstaltung!

Das nächste Blog Camp veranstaltet das bewährte Team wieder in Hannover, im Juni geht es dann um Autothemen.

Ein Gedanke zu „Geschafft: ich bin drin!*

  1. Mit dem „Breche die Regeln“ im ersten Bild meinte der Verfasser vermutlich die Regeln der deutschen Sprache, insbesondere, was den korrekten Imperativ angeht? (Ob dieser Regelbruch zu seinen Gunsten wirkt, sei dahingestellt.)

    Und klar wirst du eines Tages deine restlichen viereinhalb Minuten bekommen!

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