Silvesterlauf 2016

Großartiger Abschluss für 2016!

Auch diesen Tag beende ich Laufen gewesen seiend. (<- Hah! Sie hätten das weder so formuliert noch haben Sie das verstanden, oder?!) 

Im letzten Beitrag erwähnte ich die neue Marotte, täglich Laufen. Macht Spaß, ist ja aber auch erst ein guter Monat jetzt. Krönender Abschluss heute, siehe Beweisfoto. 
Ganz bewusst nur kurze Strecken, ganz bewusst gemächlich. 31 Einheiten, 112 Kilometer für die, denen das wichtig ist. (Mir nicht. Aber: jeden Tag mindestens eine Meile Freude!)

dezember-2016

Die Serie musste einfach mit dem örtlichen Silvesterlauf abgeschlossen werden, der zum 26. mal vom TSV Barsinghausen organisiert wurde. Ca. 9 Kilometer mit nach meiner Sportuhr 245 Höhenmetern. 

Das wichtigste: ich hab´s geschafft! :-)
(Sie glauben ja auch nicht, dass ich den Quatsch mitmache, um oben auf dem Deisterkamm dann vom Sani abgeholt zu werden, nech?) 

Als ich endlich einen Parkplatz fand und aus dem Auto stieg, hörte ich schon die Startrakete gen Himmel zischen und sah dann von Weitem die Läufer in Wald einbiegen. 

Habe ich noch aufgeholt! 

Kopfbedeckung konnte ich nicht mehr aufsetzen, Bauchgurt für Telefon und Autoschlüssel in der Eile vergessen, Laufweste zum Glück doch nicht wie geplant ausgezogen, denn die hatte die ja benötigten Taschen und … ab dafür! 

Letztes Jahr war es recht feucht, heute trocken und manchmal sonnig. Nach drei Kilometern flach (haha, im Deister! flach!) begann die 2,5 km lange Steigung. Alle, an die ich mich bis dahin drangehängt hatte, drehten hier um und liefen die kurze Strecke. Grrr. 

Nach kurzer Zeit fand ich zwei große Jungs, die nächsten Sommer irgendwas in den Alpen machen wollen, mehrtägig. Die hatten einen mir genehmen Schnitt und gleichmäßigen Schritt und gaben trotz schmaler Silhouette Windschatten. Auch an dieser Stelle nochmal Danke dafür! Ohne die beiden lief ich oben (Bierweg?) nämlich ganz schön im kalten Wind. (Mimimi.) 

Vor uns zwei junge Damen, die irgendwie den kompletten Aufstieg gegangen sind, aber einholen konnte ich sie nicht. Auch nicht bergab. Das ist Kunst und kommt von Können. Könnt ihr mir das mal beibringen? ;-) 

Die beiden Hunde im Läuferfeld habe ich eingeholt, was daran liegen wird, dass ich nicht so oft das Beinchen hebe. 

Wieder unten hatte ich keine Lust mehr, weil das Ziel irgendwie nicht erscheinen wollte und dachte mir, sei´s drum. Kann ja auch gehen. Und tat´s. Da teilte mir ein freundliches Seniorenpaar mit, dass es doch nicht mehr weit sei. Na gut, also weitergeschluppt. 

Achja, und ich hatte doch mein supertolles Motto-Shirt vom Lauf gegen Depression wieder an. Denn ich finde, ach was, allein deswegen mache ich das eigentlich, dass Laufen echt gute Laune macht. Wäre doch toll, wenn noch ein paar Menschen am Ziel das sehen könnten. 

Mit klammen Fingern die Laufweste aufgefriemelt (Tipp an die Hersteller: größere Zips sind bessere Zips!) und (nach wie vor die ganze Strecke!) glücklich ins Ziel gelaufen. 
Auf das Shirt hat mich aber niemand angesprochen. Merke: ich muss an meinen Präsentationskünsten arbeiten. 

Zu Hause merkte ich dann, dass ich das Shirt verkehrt herum trug. 

Fazit: Ich war gute zwei Minuten schneller, hatte im Schnitt 10 Pulsschläge weniger und vom letztjährigen Maximalpuls trennen mich sogar 20 Schläge. 

Wenn ich nicht irre, sind das gute Zeichen, die ich deute als: so schädlich kann mein momentaner Täglichlaufen-Spaß nicht sein. 

Es geht mir um meine Bewegung, meine Freude daran, dass ich es kann und weil ich es kann.
Wir alle wissen, dass eben nicht jeder, der möchte, kann. (Krieg, Krankheit, Zeit – z.B. Alleinerziehende, kein Geld für den Luxus Sportschuhe, usw.)

2015-2016

Ich lief.
Eine Woche, die ganze Adventszeit, vom 27. auf den 26. des Folgemonats und nun mal einen ganzen Kalendermonat. 
Ich bin so wieder in den Tritt für regelmäßige Bewegung gekommen. Weiter mache ich, solange ich Lust habe (und kann.) 

Frohes Neues! 

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